Magmatite

Der Begriff „Magmatische Gesteine“ oder „Magmatite“ umfasst alle Gesteine, die aus einer glutflüssigen Gesteinsschmelze, dem so genannten Magma (griechisch: „Teig“) durch Abkühlung und Erstarrung entstehen. Nach dem Ort ihrer Entstehung und ihrem Gefüge unterscheidet man die Tiefengesteine oder Plutonite (nach Pluto, dem griechischen Gott der Unterwelt) und die vulkanischen Gesteine oder Vulkanite (nach Vulcanus, dem römischen Gott des Feuers). Magma entsteht durch Aufschmelzung von Gesteinen im oberen Erdmantel oder in der unteren Erdkruste. Die je nach ihrer chemischen Zusammensetzung etwa 700 bis über 1000 °C heiße Gesteinsschmelze steigt in der Erdkruste auf. Bei Tiefengesteinen bleibt sie noch vor Erreichen der Erdoberfläche in der Erdkruste stecken und kühlt langsam ab. Tiefengesteine (z. B. Granit) sind daher grobkörnig ausgebildet. Bei vulkanischen Gesteinen erreicht die Gesteinsschmelze als Lava die Erdoberfläche und kühlt dort relativ schnell ab. Vulkanische Gesteine (z. B. Basalt) sind deshalb meist feinkörnig ausgebildet.


© des Internetangebotes: Staatliche Geologische Dienste Deutschlands   Impressum
© der Karte BSK 1000: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe